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So sp-richt man bremisch

Ischa 'n ganz annern Snack!

Sie sind unterwegs in Bremen, treffen auf Einheimische und wollen sich beliebt machen? Dann sprechen Sie ein paar Worte bremisch. Wenn Auswärtige sich in der Landessprache äußern, kommt das in der Bevölkerung immer gut an – das weiß man ja auch von Auslandsreisen.

Bremisch ist ein Dialekt mit vielen niederdeutschen Einsprengseln und aus dem Platt übernommenem Satzbau: das "Missingsch". Typisch bremisch ist es auch, zu nuscheln und Silben zu verschlucken. Gerade ältere Bremer s-tolpern zudem gern noch über den s-pitzen S-tein. Und sie betonen gern auf der ersten Silbe, zum Beispiel in Domshof, Tach auch, ischa. Eine Ausnahme: Freimaak.

Hier ein paar Vokabeln und Redewendungen zum Verstehen und/oder Benutzen für Ihren nächsten Bremen-Besuch.

  • "Moin!"
    Guten Morgen, guten Tag! (Sagt man aber auch abends. Im Grunde immer verwendbar.)
  • "Tach auch!"
    Noch ein Gruß für alle Tageszeiten.
  • "Eem."
    Eben.
  • "Dscha."
    Ja.
  • "Dascha…"
    Das ist ja…
  • "Muscha."
    Muss ja/geht so (Antwort auf die Frage: "Wie geht’s?" oder "Wie geiht di dat?").
  • "Ischa… (Freimaak)."
    Es ist ja… (Freimarkt).
  • "Ischa‘n büsch‘n lütsch."
    Das ist aber ein bisschen klein.
  • "Komm Sie aus Brem?"
    Stammen Sie aus Bremen?
  • "Sind Sie‘n Tagenbaren?"
    Sind Sie Urbremer? (Sind also schon Ihre Eltern in Bremen gezeugt/"tagen" und geboren/"baren".
  • "Ach, Sie sind‘n Butenbremer?"
    Ach, Sie sind aus Bremen, wohnen aber nicht mehr dort?
  • "Ich will nach/nach’n… (Karstadt/Bett/Freimaak)"
    Ich will zu/ins/zum…(Karstadt/Bett/Freimarkt).
  • "Ich geh nach Tanne Meier."
    Wörtlich: Ich gehe zu Tante Meier. Gemeint ist: Ich gehe aufs/zum Klo. (Bremer gehen aber auch auf‘e Toledde oder auf Töh)
  • "Lust auf Kaffeesieren?"
    Sollen wir Kaffeetrinken gehen?
  • "Woll’n wir auf’n/up‘n Swutsch?"
    Wollen wir um die Häuser ziehen/einen trinken gehen?
  • "Lass uns noch mal um den Pudding geh’n."
    Gehen wir noch eine Runde um den Block.
  • "Das is aber heute wieder‘n Schmuddelwedder."
    Verdammt, regnet das!
  • "Das war’n netten Klönschnack."
    Da haben wir aber ordentlich geklönt/geschnackt (uns schön ausführlich unterhalten).
  • "Wo ist umzu heute was los?"/"Das is‘ gleich umzu!"/"In Bremen und umzu."
    Wo ist heute in der Nähe was los?/Das ist ganz in der Nähe/gleich da vorn/dahinten/um die Ecke!/In Bremen und Umgebung.
  • "Bist Du auch so’n Frostkötel?"
    Frierst Du auch so schnell?
  • "Lass Dich knuddeln."
    Lass Dich drücken/umarmen.
  • "Nun wer‘n Se nich gleich fühnsch!"
    Werden Sie doch nicht gleich sauer!
  • "Ganz schön plietsch!"
    Ganz schön schlau!
  • "Was’n Wippsteert!"
    Was für ein Hibbelmors (also ein hibbeliges Kind – eins, das nicht zur Ruhe kommt)!
  • "Was‘n Tüünbüdel!"
    Einer, der Tünkram oder Dummtüch erzählt (also Unsinn, Lügen oder Spinnkram).

  • "umzu"
    drum herum; in der Umgebung

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