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Friedrich Engels - Die Bremer Jahre 1838-1841

Politiker, Philosoph, Literat, Historiker und Kaufmann | Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus

Friedrich Engels kam im August 1838 auf Wunsch seines Vaters nach Bremen, um kaufmännisch ausgebildet zu werden. Als er die Hansestadt Ende März 1841 wieder verließ, hatte der 20-Jährige den Grundstein für sein umfangreiches Werk und und die spätere Zusammenarbeit mit Marx gelegt. Sein Lehrherr war der Königlich-Sächsische Konsul Heinrich Leupold, der mit Leinen, aber auch mit Kaffee und Zigarren handelte.

 

Porträt von G. W. Feistkorn, 1840

 

Das imposante Wohn- und Packhaus, in dem Engels täglich ein- und ausging, befand sich ungefähr dort, wo heute dieses Gebäude mit der erhalten gebliebenen Rokokofassade steht. Unterkunft mit Familienanschluss genoss der Sohn eines Unternehmers gleich gegenüber bei den Treviranus im Pastorenhaus der St. Martinikirche. Was er in der Hansestadt erlebte, geht aus den überlieferten Briefen an die Schwester Marie und einige Jugendfreunde hervor. In Bremen reifte der junge Engels zu einem bedeutenden Publizisten heran. Unter dem Pseudonym Friedrich Oswald verfasste er zahlreiche Essays und Artikel für führende deutsche Zeitungen. Seine Texte zeugen von einer für sein Alter erstaunlichen Weitsicht. Das weltoffene Bremen bot dem hochbegabten Unternehmersohn genau die Bedingungen, die für seinen enormen Entwicklungssprung mitentscheidend waren. Friedrich Engels wird dafür gerühmt, der Didaktiker der Ideen der Arbeiterbewegung zu sein. Die Grundlage dafür erarbeitete sich der Sozialist in Bremen.

Wo Engels aus- und einging

Ungefähr an der Stelle, an der das Haus stand in dem Engels arbeitete, befindet sich nun eine Schautafel. Und zwar Ecke Martinistraße/Bredenstraße (siehe Karte links oben).

 

Wo Engels aus- und einging

 

Zitat zur Zeichnung von Friedrich Engels:
„Hier zu sehen ist meine Hängematte, enthaltend mich selbst, wie ich eine Cigarre rauche.“

 

-> Weitere Informationen zu Engels in Bremen

 

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