©Studio Banck / BTZ Bremer Touristik-Zentrale

Bremen für Junggebliebene

Geschichte und Geschichten ohne Hektik genießen

In Bremen, der Stadt der kurzen Wege, können auch ältere und bewegungseingeschränkte Besucher viel sehen und erleben: Zu Fuß erreicht man ganz ohne Stress die historischen Viertel und Architekturdenkmale der Innenstadt, zahlreiche Museen, die maritime Flaniermeile Schlachte. Der Stadtführer Barrierefreies Bremen hilft Menschen mit Behinderungen bei der Orientierung.

Der Bremer Marktplatz mit seinem prachtvollen Renaissance-Rathaus und dem Roland ist der der optimale Ausgangspunkt, um die Straßen und Plätze in der Umgebung zu erkunden. Täglich um 14 Uhr startet der geführte Stadtrundgang an der Tourist-Info. Wer mit der Zeit gehen möchte, leiht sich ein leicht bedienbares MP3-Gerät als Audioguide aus und unternimmt in eigenem Tempo einen Hörspaziergang mit vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Geschichte der Stadt. Mehrmals täglich zwischen Mai und Oktober startet die kleine Elektrobahn "Stadtmusikantenexpress" zu ihren gemütlichen Touren durch die Innenstadt.

Ganz in der Nähe des Marktplatzes wacht ein goldener Drachentöter über das Gebäude-Ensemble der Böttcherstraße. Ludwig Roselius ("Kaffee HAG") hat hier ein architektonisches Gesamtkunstwerk geschaffen. Das Paula Modersohn-Becker-Museum präsentiert das Werk einer Pionierin der modernen Malerei.

Schnell erreichbar ist auch der Schnoor, dem ältesten Quartier Bremens mit seinen wie an einer Schnur aufgereihten Handwerkerhäuschen (aus dem 15. und 16. Jahrhundert).

Lust auf Weite und Wasser? An der alten Kaufmannskirche St. Martini vis-à-vis der Böttcherstraße startet die Hafenrundfahrt. Es geht weserabwärts, dorthin, wo in den stadtbremischen Häfen Holz, Kohle und containerweise Kaffee umgeschlagen werden.

In den alten Hafengebieten, die heute zur modernen Überseestadt umgestaltet werden, erstreckt sich der Speicher XI, ein 400 Meter langes historisches Backsteingebäude, in dem unter vielen anderem das Hafenmuseum untergebracht ist. Hier wird an die Arbeitswelten vergangener Tage erinnert.

Bremens Geschichte als Seehandelsstadt ist auch das Fundament der Sammlung des Übersee-Museums. Hier geht es in 80 Minuten um die Erde: Afrikanische Kunst, Tiere und Pflanzen ferner Länder, Gold aus Amerika, interessante Sonderausstellungen – in dem Museum nahe des Hauptbahnhofs entdecken die Besucher die Vielfalt fremder Welten.

Auf eine "Erfahrungsreise" ganz anderer Art gehen die Teilnehmer der Themennachmittage für Senioren, die das Science Center Universum Bremen anbietet: alltägliche Fragestellungen, mal wissenschaftlich betrachtet.

Aus Asien und Nordamerika stammt eine prächtige Pflanze, die wie kaum ein anderes Blütengehölz die Gärten Norddeutschlands prägt: der Rhododendron. Bereits in den 30er Jahren wurde der Rhododendronpark eröffnet. Heute verwandeln zur Hauptblütezeit im Frühjahr mehr als 2.500 Sorten von Rhododendron und Azaleen die 46 Hektar große Anlage in ein Farbenmeer.

Alles andere als beschaulich geht es bei einer traditionsreichen Veranstaltung an der Bürgerweide zu. Die Musikschau der Nationen ist eine Marching-Show, bei der an vier Tagen Orchester, Sänger und Tanzgruppen mehrerer Kontinente ein musikalisches Bild ihres Landes vermitteln. Die Show endet mit einem packenden Finale mit allen beteiligten Künstlern. Europas größtes Blasmusikfestival findet jedes Jahr im Januar statt.
 

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